Ausführliches Inhaltsverzeichnis


NIEDERLAGEN, DIE DAS LEBEN SO SCHREIBT

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von WAHL bis WETTER


Inhalt:

  • Falsches Vorbild

  • Die niedrigste Wahlbeteiligung

  • Temperament

  • Die erfolgloseste Wahl

  • Miserable Weihnachtsmänner

  • Reklame-Flop

  • Arbeitsplatzvernichtende Werbung

  • Todgesagt

  • Wachhund schlief zu fest

  • Grandiose Wetterprognose




  • to the top

    Falsches Vorbild


    Eine vorbildliche Wahlwerbung um einen Platz im Betriebsrat versprach sich ein Maschinenschlosser, indem er die bisherigen Betriebsratsmitglieder als »Dauerlügner« bezeichnete.

    Das geschah während des Bundestags-Wahlkampfes 1980. Der Schlosser hatte sich den CDU-Generalsekretär Geißler zum Vorbild genommen, der den damaligen Bundeskanzler Schmidt ungestraft als »politischen Rentenbetrüger« bezeichnet hatte.

    Die Argumente nutzten nichts. Das Arbeitsgericht bescheinigte, daß die daraufhin ausgesprochene Kündigung zu Recht bestand.

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    Die niedrigste Wahlbeteiligung


    Die Wahl mit der niedrigsten Beteiligung fand 1073 in England statt.

    Bei der Gemeinderatswahl wurde eine einzige Stimme abgegeben. Der somit gewählte Ratsherr, Mr. George Kindness, nahm sein Amt an.

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    Temperament


    Wahlzettel sehen in Indien, wo das Analphabetentum noch weit verbreitet ist, anders aus als bei uns.

    Anstelle von Parteinamen werden dort die Konterfeis der Kandidaten, die sich um politische Verantwortung bewerben, abgebildet. Kidu Singh, von der Kongreß-Partei Indira Gandhis in einer Kleinstadt namens Rampur als Bürgermeister zur Wahl gestellt, haßte seinen Widersacher aus der Arbeiterpartei aufs innigste.

    Am Wahltag machte der hitzige Singh seinem Herzen wieder einmal tüchtig Luft. Kurzerhand schmierte er mit fetten Strichen ein Kreuz über das Abbild seines Kontrahenten. In der Rage hatte Singh übersehen, daß er damit für seinen Gegner votierte. Das Wahlergebnis zeigte Singh als knappen Verlierer.

    Sein Gegenspieler hatte auf die Stimme genau die erforderliche absolute Mehrheit erreicht.

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    Die erfolgloseste Wahl


    Die erfolgloseste Wahl aller Zeiten fand 1974 in Australien statt.

    Der Bürgermeister der Stadt war verstorben, dennoch erschien sein Name auf der Wahlliste.

    Mit dem Erfolg, daß seine desinformierten und offensichtlich desinteressierten Mitbürger den inzwischen schon beerdigten Bürgermeister erneut in sein Amt wählten.

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    Miserable Weihnachtsmänner


    Die beiden unglaubwürdigsten Weihnachtsmänner wurden 1981 von einem Gericht in London zu jeweils 216 Mark Geldstrafe verdonnert.

    Trotz des Friedensfestes waren sich die beiden nämlich in die Haare geraten und zwar handgreiflich. Beide hatten sie die Reviergrenzen des anderen nicht respektiert. Kommentar des Richters:

    »Die beiden haben alle kleinen Kinder desillusioniert, die vorbeikamen.«

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    Reklame-Flop


    Nicht sonderlich gut lief das Geschäft Wally Burgers, eines englischen Juweliers.

    Nach langen Nächten des Überlegens glaubte er, den richtigen Reklame-Gag für seine gewinnsüchtigen Landsleute gefunden zu haben. Er bot eine 1-Pfund-Note im Wert von ca. DM 4,80 für nur 80 Pence (DM 4,20) zum Verkauf an.

    Eine Woche lang sollte die Aktion laufen. Sie war ein totaler Fehlschlag, denn der erwartete Massenandrang blieb aus. Lediglich drei Kunden ließen sich auf den Tauschhandel ein alle drei höchst mißtrauisch.

    Das schlimmste: Einer verlangte sogar eine Quittung.

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    Arbeisplatz-vernichtende Werbung


    Der für sich persönlich erfolgloseste Werbeleiter heißt Pierre Bergere und arbeitete in Nantes.

    1971 entwickelte er für die Firma Blanchisserie Midi eine Werbekampagne zur Verbreitung von Handtuch-Automaten in Firmen, Gaststätten, Hotels usw. Die Aktion war so erfolgreich, daß die Kapazität der Großwäscherei durch Rollenhandtücher voll ausgelastet wurde.

    Da die Kunden für die kostenlose Montage des Automaten einen mehrjährigen Dienstleistungsvertrag mit der Wäscherei abschließen mußten, war auch für die Zukunft gesorgt und weitere Werbung für das Unternehmen überflüssig.

    Bergere ein Opfer des eigenen Erfolgswurde wegen Arbeitsmangels entlassen.

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    Totgesagt


    Pech hatte der Frankfurter Oberbürgermeister mit der Zeitschrift »Die Stadt«, die bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut Wetter für die Stadtregierung machen sollte.

    Gleich in der Null-Nummer des Goodwill-Blattes veröffentlichte die Redaktion das Bild »des inzwischen verstorbenen Stadtrats Blum«.

    Der Senior meldete sich jedoch höchstselbst und putzmunter beim Stadtoberhaupt, woraufhin dieser die Zeitschrift sanft entschlummern ließ.

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    Wachhund schlief zu fest


    Deutsche Schäferhunde sind offenbar auch nicht mehr das, was sie einmal waren:

    Bei einem Einbruch räumten in Koblenz Diebe wertvolle Teppiche aus einer Wohnung und entwendeten dem friedlich auf dem Balkon schlummernden Schäferhund ohne Respekt das Stachelhalsband samt Hundemarke.

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    Grandiose Wetterprognose


    Die eindeutigste Wettervorhersage veröffentlichte die Nachrichtenagentur Arab News in Dschiddah:

    »Wir bedauern, Ihnen heute keine Wettervorhersage machen zu können. Denn diese werden am Flughafen erarbeitet, der zur Zeit wegen schlechten Wetters geschlossen ist.

    Ob wir Ihnen morgen das Wetter voraussagen können, hängt daher ganz von den Witterungsumständen ab.«






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