Ausführliches Inhaltsverzeichnis


NIEDERLAGEN, DIE DAS LEBEN SO SCHREIBT

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z


von SELBSTMORD bis SCHADENERSATZ


Inhalt:

  • Unfähiger Selbstmörder

  • Der miserabelste Selbstmord

  • Ungeschickter Selbstmordversuch

  • Selbstmörderische Niederlage

  • Der erfolgloseste Sex-Shop-Besitzer

  • Blamabler Geschlechtsakt

  • Der peinlichste Geschlechtsakt

  • Der blamabelste Abgeordnete

  • Hochzeitsnacht per TV

  • Die mißlungenste alternative Schädlingsbekämpung

  • Schlampiger Empfangschef

  • Unverbesserlicher Ehemann

  • Hoffnungslos zerrüttet

  • Doppelscheidung

  • Der penetranteste Sackpfeifer

  • Die faulsten Ausreden

  • Das unglückseligste Schiff

  • Ein Fall für Sankt Judas

  • Der deplacierteste Nabel

  • Blamierte Prüfer

  • Niederlage der Pädagogik 1

  • Niederlage der Pädagogik 2

  • Erlasse

  • Die berühmtesten Schulniederlagen

  • Der zerstreute Spion

  • Die verfehlteste Staatstrauer

  • Penetrante Stillerin

  • Strom ohne Quelle

  • Gesetzgeberische Niederlage

  • Steuerliche Niederlage

  • Vergeßlicher Steuerexperte

  • Der unmöglichste Matador

  • Die erfolgreichsten Ungebildeten

  • Vergeßliche Ingenieure

  • In Haft für ein Schwein

  • Stehen verboten

  • Sechs Tage heulte die Sirene

  • Frecher Schnabel

  • Schlafwandler sperrt sich aus

  • Überfall mit Schildkröte

  • Der teuerste Bindestrich




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    Unfähiger Selbstmörder


    Den schlimmsten Liebeskummer erlebte Abel Ruiz aus Madrid. Nachdem ihn seine Freundin verlassen hatte, wollte er unter einem Schnellzug sterben.

    Er geriet aber zwischen die Schienen und wurde mit leichten Abschürfungen ins Hospital eingeliefert. Wenige Stunden später warf er sich vor einen Laster. Ergebnis: ein paar Prellungen. Im Krankenhaus redeten ihm die Ärzte dann seine Selbstmordabsichten aus.

    Voller Lebenslust verließ Senor Ruiz die Klinik, um nach wenigen Metern Weges von einem ausgerissenen Pferd niedergetrampelt zu werden. Schwerverletzt wurde er zum drittenmal ins Hospital eingeliefert.

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    Der miserabelste Selbstmord


    Dreimal versuchte sich ein 47jähriger Mann in einem Wald bei Ribeauville (Elsaß) an einer Buche zu erhängen.

    Erst knüpfte er sich an seinem Hemd auf; der Stoff hielt nicht. Daraufhin benutzte er seine Hosenträger; die gingen entzwei. Für den dritten Versuch riß er seine Hose in Streifen und knüpfte einen Strick, aber die Knoten hielten nicht.

    Offensichtlich verärgert schrieb er in den Sand: »Erhängen Scheiße! Bin im Teich.« Dort fand man ihn ertrunken, nachdem einem Landwirt die Stätte des verunglückten Selbstmords ins Auge gesprungen war und eine Suchaktion eingeleitet worden war.

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    Ungeschickter Selbstmordversuch


    Als untauglich erwies sich die Selbstmord-Strategie des mehrfach vorbestraften Vittorio C. aus Galatina.

    Er wollte seinem Leben auf spektakuläre Weise ein Ende setzen, weil ihn seine Familie ausgestoßen hatte und erneut eine Gefängnisstrafe auf ihn wartete. Zur Marktzeit, als das halbe Städtchen den Rathausplatz bevölkerte, stürzte sich Vittorio mit theatralischem Schrei vom Glockenturm.

    Er landete auf einer Pyramide gefüllter Obstkisten, die zusammenfiel und einen Säugling verschüttete. Der Säugling erstickte Vittorio überlebte; nicht zuletzt deshalb, weil ihn sofort herbeigeeilte Carabinieri vor den aufgebrachten Marktbesuchern schützten.

    Kaum genesen, wurde Vittorio aus dem Krankenhaus ins Zuchthaus transportiert. Wegen grob fahrlässiger Tötung hat er dort zehn Jahre abzusitzen.

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    Selbstmörderische Niederlage


    Eine selbstmörderische Niederlage erlebte der iunge Künstler John Helms 1977 in New York.

    Am Weihnachtsabend sprang er aus dem 86. Stockwerk des Empire State Building. Leider hatte er nicht mit einer Windböe gerechnet, die ihn schon im 85. Stockwerk an die Mauer drückte, so daß er an einem Sims hängenblieb. Ein dort beschäftigter Angestellter wundert sich noch heute:

    »Man erlebt's nicht häufig, daß Leute im 85. Stockwerk zum Fenster reinklettern«, erklärte er und nahm den Künstler in Empfang. Der Gerettete nahm von weiteren Selbstmordabsichten Abstand.

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    Der erfolgloseste Sex-Shop-Besitzer


    Der erfolgloseste Sex-Shop-Besitzer wurde im Februar 1979 verurteilt, weil seine Bücher und Hefte nicht pornographisch genug waren.

    Verärgerte Bewohner aus Biel brachten ihn vor Gericht, da seine Waren nicht, wie eine Werbekampagne sie hatte glauben machen: »sexuell erotisch« waren.

    Bei der Verhandlung erklärten sie, sie hätten sich einen Möbelkatalog gekauft, wenn sie an Vorhängen, Gardinen, Kissen und Haushaltsgegenständen interessiert wären.

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    Blamabler Geschlechtsakt


    Eine der größten öffentlichen Liebesgeschichten fand 1976 im Regent Park in London statt.

    Ein halbbekleidetes Pärchen hatte es sich in einem Auto gemütlich gemacht, als sich in dem engen Fahrzeug die Bandscheibe des Kavaliers verschob. Er war vor Schmerzen versteinert. Auch seine Freundin konnte sich nicht befreien. Es gelang ihr immerhin, mit ihrem Fuß kräftig auf die Hupe zu drücken. Das lockte Passanten an, unter denen sich zum Glück auch ein Arzt, zwei Sanitäter und ein Feuerwehrmann befanden. Sie bildeten einen großen Kreis um den Wagen. »Wir werden sie so niemals wieder herausbekommen«, sagte der Feuerwehrmann, der anfing, den hinteren Teil des Wagens aufzuschneiden. Auf verzweifelte Situationen trainiert, servierten zwei Mitglieder des Roten Kreuzes durch das Seitenfenster den beiden heißen Tee.

    Endlich wurde der Liebhaber unter Schmerzen abtransportiert. Die Sanitäter erklärten seiner zurückgebliebenen Freundin, daß es ihm bald wieder bessergehen würde.

    »Vergeßt ihn«, antwortete sie. »Was mich viel mehr beschäftigt, ist, wie soll ich meinem Mann erklären, was mit seinem neuen Wagen passiert ist?«

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    Der peinlichste Geschlechtsakt


    Der peinlichste Geschlechtsakt schlitterte in einer lauen Sommernacht des Jahres 1937 auf einem Aussichtsturm am Rande Dresdens in die Katastrophe.

    Ein stadtbekannter Anwalt und seine Geliebte konnten auf dem romantischen Aussichtspunkt ihre Liebesbrunst nicht mehr bändigen und begannen mit dem, was zwei Menschen sehr gern miteinander treiben. Allein, kurz vor dem Höhepunkt packte die Frau ein mächtiger Krampf. Es gab kein Vor und kein Zurück mehr.

    Die Lage war so aussichtslos und schmerzhaft, daß die vom Liebesleid Gebeutelten um Hilfe rufen mußten. Da es unmöglich war, die beiden an Ort und Stelle aus ihrer beklemmenden Situation zu befreien, aber auch der Abtransport über die enge Wendeltreppe nicht zu bewerkstelligen war, mußte die Feuerwehr die unzertrennlich Vereinten mit der großen Leiter vom Turm holen.

    Der Anwalt ließ sich später unter anderem Namen im Rheinland nieder.

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    Der blamabelste Abgeordnete


    Als absolut abstinent galt der Grüne-Bundestagsabgeordnete Hecker, was den Alkohol- und Nikotingenuß anging.

    Bei Frauen war das anders. Durch einseitige Müsli-Ernährung geriet sein Hormonhaushalt dermaßen in Unordnung, daß er wie zwanghaft nach jedem erreichbaren Frauenbusen griff. Das paßte einigen weiblichen Abgeordneten der Grünen nicht, die bekanntermaßen wenig Verständnis für derartige patriarchalische Über- bzw. Zugriffe zeigen. Sie beschuldigten den naturverbundenen Müsli-Mann öffentlich sexistischer Umtriebe, und Hecker gab alles zu.

    Wenn er allerdings geglaubt hätte, damit wäre die Angelegenheit erledigt, befand er sich im Irrtum. Unter dem Druck seiner Parteifreunde mußte der blamable Abgeordnete nach einigem Hin und Her, wie's bei den Grünen so üblich ist, sein Mandat niederlegen. Womit ihm die Möglichkeit gegeben ist, vielleicht an anderer Stelle sinnvollere Handarbeit zu leisten.

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    Hochzeitsnacht per TV


    Herr und Frau Amend hatten geheiratet.

    Wohlhabend, wie sie waren, begaben sie sich auf Hochzeitsreise: wohl wissend, daß es nicht in jedem Hotelzimmer einen Deckenspiegel gibt. Deshalb nahmen sie ihre Hochzeitsnacht wohlweislich auf Videoband auf. In allen Details. Und als sie zurückkehrten am dritten Abend, wollten sie sich noch einmal den ersten Abend zu Gemüte führen. Sie legten das Video-Band auf, gleich nach der Tagesschau, und sahen sich ihre Schau an: die Hochzeitsnacht mit allen Details auf Mallorca.

    Was sie nicht wußten: Das ganze Haus sah mit. Durch die Gemeinschafts-Antenne. Jeder nahm teil an den Intimitäten und dementsprechend begegnete man sich am Morgen auf dem Treppenflur.

    »Das war eine der besten Porno-Shows, die ich je sah«, bemerkte eine Nachbarin. Die Leute von der Post suchen jetzt den Fehler in der Leitung.

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    Die mißlungenste alternative Schädlingsbekämpfung


    Eine mikroskopische Niederlage erlitt das Landwirtschaftsministerium in Kalifornien.

    Als eines der größten Obstländer sorgt es nämlich intensiv für die Gesundheit aller Pflanzen. 1981 nun geschah es, daß man in Kalifornien ganze zwölf Exemplare der mediterranen Fruchtfliege fing. Alles war alarmiert: Denn diese Fliege frißt Blütenblätter.

    Als Abwehrmaßnahme entschloß man sich, aus Peru 50000 kastrierte mediterane Fruchtfliegen-Männchen einfliegen zu lassen, die eine Vermehrung stoppen sollten. Aber bei der Endkontrolle hatte man wohl unter dem Mikroskop nicht so genau hingesehen: Alle 50000 Fliegen-Männchen waren noch voll fruchtbar.

    Seit der Zeit sprüht man intensiv Vernichtungsgift von Flugzeugen aus auf Kalifornien. Es soll zwar für Menschen überhaupt nicht schädlich sein, sagt man aber die Autos solle man in die Garagen stellen. Denn sonst könnte der Lack angegriffen werden.

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    Schlampiger Empfangschef


    Schmerzensgeld in Höhe von 74000 DM mußte ein Hotelier aus Chattanooga (USA) zahlen, weil er einen unaufmerksamen Empfangschef beschäftigte.

    Der schlampige Concierge händigte einem Hotelgast namens James Hardy den falschen Zimmerschlüssel aus. Als dieser sein Appartement betrat, mußte er mit Entsetzen feststellen, daß sich eine attraktive, nur spärljch mit schwarzer Reizwäsche bekleidete Dame in seinem Bett räkelte.

    Der 56jährige Hardy, Schamröte im Gesicht, wandte sich abrupt zur Seite und verrenkte sich einen Nackenwirbel. Tagelang war der Arme nahezu bewegungsunfähig. Hardy machte das Hotel für sein Ungemach verantwortlich und verlangte Entschädigung.

    Es kam zu einem Rechtsstreit, in dem das Gericht zugunsten des Klägers entschied; nicht zuletzt deshalb, weil dieser auf einen untadelig sittlichen Lebenswandel verweisen konnte.

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    Unverbesserlicher Ehemann


    Der Weltrekord-Halter im Sich-scheiden-Lassen, der 71jährige Glynn de Moss Wolfe, schmiedete im Dezermber 1978 Pläne für seine 22. Hochzeit.

    Das könnte nach langer Zeit die wahre Liebe sein, hoffte er. Gegenüber seinem Anwalt behauptete er, daß er sich an alle Frauen noch erinnern könne. »Helen war 1931 die erste. Dann folgten schnell hintereinander Margie, Mildred und Adele. 1943 habe ich Mary geheiratet, aber ihr Vater wollte mich umbringen, und das wirkte sich irgendwie lähmend auf alles aus. Dann waren da noch Mary A., Peggy Lou, Beverly, Shirley, Sherrie zweimal, Kathy, Paulette, Didi, Bobbie, Demerle, Esther, Gloria, Maria, Lupitia und jetzt Eva.«

    »Scheidungen regen mich nicht auf«, sagte er. »Sie sind wie ein neues Stück in der Sammlung.«

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    Hoffnungslos zerrüttet


    Die meisten Scheidungen bei denselben Partnern erreichten Dorothy und David King: Sie trafen sich insgesamt fünfmal vor dem Scheidungsrichter.

    Ihr letzter Scheidungswunsch wurde genau sieben Monate nach ihrer fünften Hochzeit geäußert. Und bei allen Gelegenheiten stellte das Gericht eindeutig fest, daß die Ehe hoffnungslos zerrüttet sei und keinerlei Hoffnung auf Versöhnung bestehe.

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    Doppelscheidung


    Die zwei schnellsten Scheidungen desselben Mannes erlebte 1975 das High Court in London.

    Der Vorsitzende Richter, Sir George Baker, blieb dabei ausgesprochen kühl: »Dies ist wohl das erste Mal in unserer Geschichte, daß an einem Nachmittag zwei Frauen von demselben Ehemann geschieden werden.« Der unglückliche Ehemann war Moslem und das Gesetz gestattet ihm, vier Frauen gleichzeitig zu heiraten. Was also lag näher, als die Scheidungen in einem Aufwasch zu erledigen?

    Das erste Urteil ging an Adiza Mohamed, die schon zwei Jahre van ihrem Mann getrennt lebte. Minuten später nur trennte sich auch Rahi Mohamed, die sich in einen anderen Mann verliebt hatte.

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    Der penetranteste Sackpfeifer


    Auf Ehescheidung klagte eine Frau in England, weil ihr Mann im Bett nachts Dudelsack zu spielen pflegte, wobei er sie zwang, mit der Fliegenklatsche den Takt dazu zu schlagen.

    Wiewohl die Frau Diplom-Musikerin ist, sprach der Richter die Scheidung aus und entschied:

    »Das hält auch der größte Musikliebhaber nicht aus.«

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    Die faulsten Ausreden


    Bei einer Scheidungsverhandlung glaubte das Gericht nicht der Argumentation des Ehemannes, dem man Ehebruch vorwarf.

    Auf die Frage, was er und die andere Frau wohl im Schlafzimmer getan hätten, antwortete er: »Billardspielen.« Warum es dann so merkwürdig laut hergegangen sei, wurde er weiter gefragt. Das seien Äußerungen der Freude oder des Mißerfolges bei den einzelnen Partien gewesen, erklärte der Mann ernsthaft.

    Und warum denn die Frau von der Taille abwärts unbekleidet gewesen sei, wußte er so zu beantworten: Sie habe genäht und alte Sachen ausgebessert.

    Trotz dieser überzeugenden Ausreden wurde er schuldig geschieden.

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    Das unglückseligste Schiff


    Das schlechteste Schiff, das je gebaut wurde, war die Argo Merchant, die 1953 vom Stapel lief und 1976 sank.

    Acht Monate brauchte zum Beispiel die Argo für eine Reise von Japan nach Amerika, weil sie mit einem Tanker zusammenstieß, dreimal Feuer fing und insgesamt wegen Reparaturen fünf Häfen anlaufen mußte. 1968 durchstand der Frachter eine Meuterei, und 1969 lief er vor Borneo auf Grund. Danach lag das Schiff fünf Jahre lang still im Hafen von Curagao, aber schon bei der ersten Fahrt danach geriet es vor Sizilien auf eine Klippe.

    Von dort mußte es nach New York geschleppt werden. Im nächsten Jahr platzte der Argo sechsmal der Kessel, und einmal fiel die Steuerung aus. Daraufhin sperrten die Behörden das Schiff von der Benutzung des Panama-Kanals und der Häfen Boston und Philadelphia aus.

    1976 endlich lief die Argo auf Grund, und als sie vor Cape Cod versank, hinterließ sie den größten Ölfleck in der Geschichte der amerikanischen Küstenwache.

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    Ein Fall für Sankt Judas


    Alle Ärzte versagten bei dem Bemühen, Jack O'Lary von seinem hartnäckigen Schluckauf zu befreien.

    Als die breite Öffentlichkeit erfuhr, daß er der Mann mit dem hartnäckigsten Schluckauf aller Zeiten sei, bekam er weit mehr als 60000 Vorschläge zur Linderung. Er probierte sie alle aus aber keiner half, wie er sagte. Sein Schluckauf begann am 13. Juni 1948 und endete am 1. Juni 1956.

    Die Heilung führte Jack O'Lary auf sein gutes Verhältnis zum heiligen Judas, dem Patron für hoffnungslose Fälle, zurück.

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    Der deplacierteste Nabel


    Unglückliches Augenmaß bewies der Chirurg, bei dem Virginia O'Hara aus Florida ihren überflüssigen Bauchspeck wegoperieren ließ.

    Anatomisch offensichtlich etwas unsicher placierte er nach der Speckoperation Virginas Bauchnabel weitab vom angestammten Platz: ungefähr 5 cm Süd-Süd-West.

    Virginia verklagte den Arzt und bekam vor einem Gericht, das alles genau in Augenschein genommen hatte, recht und Schadenersatz: 854 219 Dollar.

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    Blamierte Prüfer


    Einer der teuersten Fehler, den je ein Prüfling seinem Prüfer nachweisen konnte, geschah in Amerika beim Preliminary Scholastic Aptitude Test, an dem rund 1,3 Millionen Schüler teilnahmen.

    Bei einer Frage in Geometrie stand in dem Lösungsbuch der Prüfer die Antwort »Sieben«. Der 17jährige Daniel Lowen bewies, daß auch die »Fünf« richtig war. Die Hersteller des Tests und die 16 Kontrollprofessoren mußten sich korrigieren und das gleich bei der Benotung von 240000 Schülern.

    Allein die Kosten für die Benachrichtigung der Betroffenen betrugen 110000 Dollar.

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    Niederlagen der Pädagogik 1


    Auf Schulbildung fast völlig verzichteten folgende Persönlichkeiten, die durch die Pädagogen und deren Zwang sich in ihrer Entwicklung gehemmt fühlten:

    Charles Chaplin, Mark Twain, die amerikanischen Präsidenten Benjamin Franklin und Abraham Lincoln, Golda Meir, Alfred Nobel, Heinrich Schliemann, Jean-Jacques Rousseau und Thomas Alva Edison, der große Erfinder.

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    Niederlagen der Pädagogik 2


    Wer die Schule haßt, der hat noch lange nicht versagt; im Gegenteil. Als Schriftsteller und Dramatiker hat man immer noch Chancen.

    Große Schulhasser waren zum Beispiel: Friedrich Nietzsche, Bertolt Brecht, Hermann Hesse, Heinrich Mann, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, George Bernard Shaw.

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    Erlasse


    Der Kultusminister des Landes Hessen erteilte einem Lehrer per Erlaß die Prüfungserlaubnis bis zum 31. August.

    In einem zweiten Erlaß wurde er beschieden, daß bereits am 30. März Schluß sei. Dann fiel der klugen Behörde auf, daß der März 31 Tage hat. Es folgte ein dritter Erlaß, in dem die Erlaubnis um einen Tag verlängert wurde. Wenige Tage später flatterte dem Lehrer, der sinnigerweise Staatsbürgerkunde unterrichtet, Erlaß Nummer vier ins Haus.

    Erlasse zwei und drei wurden rückgängig gemacht und Erlaß Nummer eins wieder in Kraft gesetzt. Der Lehrer überlegt seitdem, ob er nicht andere Fächer unterrichten soll.

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    Die berühmtesten Schulniederlagen


    Schlechte Schulnoten scheinen oft der erste Schritt für erfolgreiche und kreative Menschen zu sein. Bei folgenden Männern - mit den schlechtesten Zeugnissen - hat wohl die Schule versagt:

    Robert Bosch, Gerhart Hauptmann, Theodor Fontane, Richard Wagner.

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    Der zerstreute Spion


    Einer der unfähigsten Spione war Mr. de Breuyeker, der im Auftrag der Sowjetunion 1976 in einem Flottenstützpunkt der Nato einbrach und eine Kiste mit Top-Secret-Material entwendete.

    Vor Aufregung allerdings ließ er seinen Arbeitskoffer am Tatort stehen. Er enthielt einen Hammer, eine Feile, eine Bibel, eine Ausgabe des Playboy und eine Liste über seinen Auftraggeber und die geplante Aktion.

    Noch am selben Tag wurde er verhaftet.

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    Die verfehlteste Staatstrauer


    Bestürzung herrschte in Indien, als am 22. März 1979 der damalige Premierminister Morarji Desai das Parlament vom Ableben des großen Patrioten und Staatsoberhaupts Jayaprakash Narayan unterrichtete.

    Die Fahnen wurden auf Halbmast gesetzt, in Radio und Fernsehen erklang Trauermusik, Schulen und Behörden wurden geschlossen. Jedermann war betroffen von der traurigen Nachricht, nur Jayaprakash Narayan nicht.

    Der saß in einem Bett des Bombayer Krankenhauses und befand sich auf dem Wege der Genesung von einer schweren Krankheit.

    Der indische Geheimdienst war der Fehlinformation eines seiner Beamten aufgesessen, der eine aus dem Hospital abtransportierte Leiche für die des Staatspräsidenten gehalten hatte.

    Desai dementierte die Falschmeldung. Daraufhin verwandelte sich die Staatstrauer in ein Volksfest.

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    Penetrante Stillerin


    Zu einem absoluten Lustmolch wollte eine 30jährige Lehrerin aus Hannover ihren Sohn heranzüchten.

    Sie beantragte bei der Schulbehörde tägliche Freistunden, um ihren dreijährigen Sohn während der Schulzeit stillen zu können. Damit nicht genug: Vorsorglich ließ sie gleich wissen, daß sie den kleinen Genüßling bis zu seinem sechsten Lebensjahr zu säugen gedenke.

    Soviel Schlappschlapp war dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bei aller Familienfreundlichkeit nun doch zuviel. Es meinte, der junge Herr könne die paar Stündchen, die Mama in der Schule verbringt, auch ohne Schnullibrust ertragen.

    Die unermüdliche Stillerin mußte daraufhin die Öffnungszeiten ihres Milchgeschäfts auf außerschulische Stunden verlegen.

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    Strom ohne Quelle


    Salomonisch beendete das Stuttgarter Innenministerium den Streit zwischen Furtwangen und Donaueschingen.

    Beide Städte behaupten von sich, die eigentliche Donauquelle zu besitzen. Nach Jahren der Rangelei gab das baden-württembergische Innenministerium im August 1981 die Anweisung heraus, daß auf künftigen offiziellen Karten von einer Donauquelle keine Rede mehr sei.

    Somit gibt es keine Donauquelle mehr. Nachfragen ergaben, daß es aber die Donau selbst noch gibt.

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    Gesetzgeberische Niederlage


    Um ihr Geld vor der Steuer zu retten, kamen die Menschen immer schon auf verrückte Ideen.

    Der römische Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) ließ auf seinem Grundstück ein großes Mausoleum bauen denn Grabstätten waren von der Grundsteuer befreit. Zur Einweihung veranstaltete er ein gro8es Begräbnis, samt Trauerreden, Trauergedichten, Trauergesängen und Trauermusik. Alles zu Ehren eines unscheinbaren Wesens:

    der gemeinen Stubenfliege. Zwar durchschauten die römischen Behörden den Trick, konnten aber nichts machen. In ihren Steuergesetzen stand nämlich nicht, wem die Grabstätte zu gelten habe.

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    Steuerliche Niederlage


    In der Freien Reichsstadt Nürnberg gab es im fünfzehnten Jahrhundert ein Gesetz, das es den Bürgern erlaubte, die Kosten für Bordellbesuche steuerlich voll geltend zu machen.

    In den Reformationswirren wurde die männerfreundliche Regelung abgeschafft und später nie wieder eingeführt. Seither ist es nicht mehr gestattet, Auslagen für Prostituierte offen zu deklarieren.

    Das Ganze ist nicht nur eine bittere Niederlage für notorische Bordellgeher, sondern auch für die Beamten in den Finanzämtern, denen so mancher delikater Einblick in die Triebstruktur der Steuerzahler verwehrt bleibt.

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    Vergeßlicher Steuerexperte


    Zu 2800 DM Strafe wurde in Bonn ein Steuerbevollmächtigter verurteilt, weil er vergessen hatte, seine eigene Steuererklärung abzugeben.

    Er versuchte sich mit der Bemerkung herauszureden, seine vielen Klienten hätten ihm keine Zeit für die eigene Erklärung gelassen. Er habe sie »im Eifer des Gefechts verschwitzt«.

    Der Richter zeigte jedoch keine Nachsicht und verknackte den zerstreuten Steuerexperten.

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    Der unmöglichste Matador


    In der Nähe des Matadors Raphael Gomez konnten sich die Stiere sicherer fühlen als in der Begleitung eines Tierarztes.

    Auf Fragen nach seinen Trainingsmethoden pflegte Gomez augenzwinkernd zu antworten: »Ich rauche Havanna-Zigarren.« »El Gallo«, wie man ihn nannte, betrat vor jedem seiner »Kämpfe« mannhaft die Arena, warf einer stadtbekannten Schönheit eine Rose zu und weihte ihr in einer weitschweifigen Anrede das Leben des Stiers. Sobald er jedoch das Tiers ansichtig wurde, ließ El Gallo sein rotes Tuch fallen, sprintete so schnell ihn seine Beine tragen konnten davon und hechtete über den Schutzzaun.

    Diesen Vorgang quittierte der einzigartige Matador mit dem stets gleichen Kommentar: »Jeder hat einmal einen schlechten Tag.« Ernest Hemingway berichtete über ihn: »El Gallo konnte keiner Fliege etwas zuleide tun. Er zitterte schon, wenn ihn eine Kuh auch nur ansah.« Trotzdem fiel Gomez beim Publikum nie in Ungnade.

    Als er sich zur Ruhe setzen wollte, verlangten die Spanier nicht weniger als sieben Abschiedsvorstellungen, so sehr hatten sie diesen absolut unmöglichen Stierkämpfer in ihr Herz geschlossen.

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    Die erfolgreichsten Ungebildeten


    Ganz ohne Studium kamen folgende Männer durchs Leben:

    Die US-Präsidenten George Washington, Harry S. Truman, auch Grover Cleveland, Ernest Hemingway, Rudyard Kipling und Joseph Conrad, ebenso der Maler Paul Gauguin und der englische Staatsmann Joseph Chamberlain.

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    Vergeßliche Ingenieure


    Teure Heizkessel wurden im Howard-Hotel in Baltimore, USA, installiert.

    Der Umbau dauerte lange, aber endlich war es soweit. Die Heizung sollte in Betrieb genommen werden. Aber schon bei der Generalprobe bekamen die Ingenieure kalte Füße:

    Sie hatten vergessen, Schornsteine einzubauen.

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    In Haft für ein Schwein


    Renee Yunis verbüßte eine 15tägige Freiheitsstrafe, weil sie zuviel Schwein hat und davon nicht lassen will.
    "Henrietta", ihr 200 Pfund schweres vietnamesisches Dickbauchschwein, hat Nachbarn, Stadtväter und Staatsanwaltschaft in Brooklyn (US-Staat Ohio) so sehr gereizt, daß seine Besitzerin wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verurteilt wurde. Allein im Mai war "Henrietta" fünfmal ausgerissen, um mit dem Apportierhund des Nachbarn zu spielen.

    Die 21jährige Besitzerin Renee wies das Angebot, sich die Freiheit durch eine Trennung von ihrem gewichtigen Haustier zu erkaufen, entschieden zurück. "Henrietta" war ein Geschenk gewesen - einst von 30 Pfund Gewicht.

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    Stehen verboten


    Ein aberwitziges Gesetz: In Honey Brook (Pennsylvania / USA) ist mehr als 30 Sekunden Stillstehen verboten. Grund:

    Auf den Straßen soll nicht "herumgelungert" werden. Sogar ein 11jähriger, der auf einen Freund wartete, mußte 50 Dollar Strafe zahlen.

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    Sechs Tage heulte die Sirene


    Der falsche Alarm seiner Einbruchmeldeanlage im Haus in Baltimore erreichte den US-Psychologen Jeffrey Klein noch in Indonesien.

    Eine Woche lang waren die Nachbarn von dem Lärm genervt worden. Zwei Tage war er weg gewesen, als ein kurzer Stromausfall die Alarmanlage ausgelöst hatte. Die Nachbarn beschwerten sich, doch das Versorgungsunternehmen weigerte sich, den Strom ganz abzuschalten, und kein Richter wollte die Polizei ins Haus lassen. Erst als ein Freund telefonisch vom Hausbesitzer die Genehmigung bekam, durfte abgeschaltet werden.

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    Frecher Schnabel


    Ein jähes Ende fand die Showstar-Karriere von Papagei Bluey, der mit seinem Repertoire an Schimpfworten auftrumpfen wollte.

    Der Ara verlor seinen Job in der Papageien-Show des Zoos auf der Isle of Wight, weil er die Zuschauer mit Kraftausdrücken schockierte.

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    Schlafwandler sperrt sich aus


    Nur mit einem Pappkarton um die Hüften erschien in Frankfurt ein 27jähriger Mann auf dem Polizeirevier.

    Der Nackedei hatte beim Schlafwandeln seine Wohnung verlassen und dabei die Eingangstür ins Schloß fallen lassen. Die Beamten verständigten einen Schlüsseldienst.

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    Überfall mit Schildkröte


    Das gibt es nur in Texas.
    Troy Brewer war am Stadtrand von Dallas unterwegs und wollte rasch jemanden anrufen. Zwei Männer rissen die Tür der Telefonzelle auf und hielten Brewer als Waffe - eine Schildkröte vor die Nase: "Geld her, oder die Kröte beißt zu." Brewer berichtete, er habe die Lage als ausweglos angesehen und seine Geldbörse mit 50 Dollar herausgerückt. Die Schildkröte beschrieb er der Polizei als "ungeheuer groß und häßlich".

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    Der teuerste Bindestrich


    Wer den teuersten Bindestrich der Welt vergessen hat, ist leider nirgendwo herauszubekommen kein Wunder, denn die Schadenersatzforderungen würde der arme Teufel nie und nimmer bezahlen können.

    Es war eine Leitzahl für die 18 Millionen teure Trägerrakete des Raumschiffes Mariner I, bei der ein Bindestrich fehlte.

    Durch diesen Fehler wurde die Vernichtung der Rakete angeordnet am 22. Juli 1961.






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