Ausführliches Inhaltsverzeichnis


NIEDERLAGEN, DIE DAS LEBEN SO SCHREIBT

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z


von ABERGLAUBEN bis AUTO


Inhalt:

  • Freitag, den 13.

  • Abmagerungskur

  • Nicht zu stoppen

  • Unfreiwillige Abstinenz

  • Alkoholische Niederlage

  • Niederlage für Abstinenzler

  • Sorgenkind

  • Atomare Pleite

  • Die nutzloseste Neubauruine

  • Der erfolgloseste Angelwettbewerb

  • Die aufwendigste Arbeitsbeschaffung

  • Der miserabelste Arbeitsschutz-Film

  • Eine archäologische Pleite

  • Aristotelische Irrtümer

  • Nackter Hintern

  • Der unglückseligste Schlangenmensch

  • Die mißlungenste Aufbahrung

  • Das meistgeklaute Auto

  • Die schlechteste Autovermietung

  • Das aufwendigste Auto zur unpassendsten Zeit

  • Das fahruntauglichste Auto

  • Die mißlungenste Enteisung

  • Saubere Ausrede

  • Vom Affen entkleidet

  • Autodieb

  • Schusseliger Autofahrer




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    Freitag, den 13.


    Der englische Busschaffner Bob Renphrey (32) bleibt an jedem Freitag, dem 13., konsequent im Bett.

    Er sei zwar nie abergläubisch gewesen, sagte er, aber die Ereignisse hätten ihn eines Besseren belehrt: Am letzten Freitag, dem 13., fiel er durch eine Glastür, als er sich beim Gemüsehändler einige Äpfel kaufen wollte. Ins Krankenhaus eingeliefert, stürzte er auf der Treppe und brach sich das rechte Bein. Am vorletzten schwarzen Freitag war der Motor seines Busses explodiert. Darauf fuhr er mit seinem Motorrad vom Busdepot nach Hause und stürzte schwer. Als er sich nach all den Aufregungen im Swimmingpool erholen wollte, wäre er beinahe ertrunken. Am Freitag, dem 13. davor, hatte ihn die Polizei wegen Geschwindigkeitsüberschreitung das erste Mal in seiner Busfahrer-Praxis erwischt.

    Seine Frau erinnert sich sogar an den allerersten Freitag, den 13., den sie mit ihrem Mann während der Flitterwochen erlebte: »Da fie1 ihm die Kaffeekanne aus der Hand, und beim Einfüllen machte er die Waschmaschine kaputt.«

    Das städtische Busunternehmen hat ein Einsehen: Bob Renphrey darf zu Hause bleiben an jedem Freitag, dem 13. Der Tag wird ihm sogar bezahlt.

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    Abmagerungskur


    Zu fett geworden war der Straßenreiniger Jack Cummings aus Dallas, USA.

    Keine Uniform paßte ihm mehr, und er hatte Mühe, seinen gewaltigen Bauch zwischen die beiden Griffe seiner Schubkarre zu zwängen, in der er den aufgesammelten Kehricht transportieren mußte. Darauf forderte der Personalchef der Müllabfuhr Jack auf, eine Abmagerungskur zu machen. »Andernfalls«, sagte der Mann, »bist du deinen Job los.« Jack nahm sich die Sache arg zu Herzen.

    Er hungerte von seinen über 250 Pfund Lebendgewicht rund 90 Pfund ab. Leider wurde er davon so krank, daß er die Mülleimer nicht mehr zu heben vermochte. Außerdem wurde seine Frau angesichts Jacks schrumpfender Figur und zunehmender Müdigkeit und Schwäche so unmutig, daß sie ihn sitzenließ und mit einem kräftigen Zwei-Zentner-Fernfahrer auf Tour ging.

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    Nicht zu stoppen


    Nicht zu stoppen war eine ältere Frau. "Sie, da fährt eine mit höchstens 20 Stundenkilometer auf der linken Spur der Autobahn spazieren", wurde die Autobahnpolizei informiert. Vergeblich versuchte der Streifenwagen, sie zu bremsen. Blaulicht, Kelle und Winken brachten erst im dritten Anlauf Erfolg. Sie hielt rechts an, verriegelte sofort ihre Türen. Als sich die Polizisten näherten, zuckelte sie weiter. Wiederum fühlte sie sich auf der linken Spur am sichersten.

    Nach einer Absprache mit zwei Brummifahrern nahmen diese sie in die Zange und geleiteten sie auf den Standstreifen. Dort fragte sie verwundert: "Bin ich zu schnell gefahren ?" Ganz im Gegenteil, war die Antwort. Davon fühlte sie sich veräppelt und wollte starten. Weil sie den Zündschlüssel nicht herausgab, griff der Polizeibeamte ins Auto und bemerkte den Terrier mit dem Namen Sir Paul nicht. Das adelige Tier deutete die Situation falsch und biss zu. Zu spät versuchte die Dame ihren Hund zu beruhigen: "Ist gut Paule, reg dich nicht auf."

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    Unfreiwillige Abstinenz


    Besonders clever kamen sich zwei Kunststudenten vor, die für ihren Urlaubsbedarf Whisky nach Schweden schmuggeln wollten:

    Sie ließen sich 20 Konservendosen füllen, versiegeln und mit dem Etikett »Büchsenbohnen« versehen. Durch den Zoll kamen sie auch ohne Probleme, nur als sie die erste Büchse öffneten, hatte sich der Whisky schwarz gefärbt. Sie trauten sich nicht, ihn zu trinken. Zurück in Frankfurt, befragten sie einen Lebensmittelsachverständigen. Er analysierte den wieder zurückgebrachten Whisky und stellte fest, daß er absolut genießbar war.

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    Alkoholische Niederlage


    Teuer kam die Anonymen Alkoholiker ihr Treffen in Belfast (1974) zu stehen.

    Für an der Bar konsumierte Getränke verlangte der Hotelmanager vom Vereinsvorstand 385 Pfund. Verursacht wurde diese peinliche Zeche durch Begleitpersonen der Mitglieder, die bei aller Sympathie für die antialkoholischen Bemühungen auf ihr Schnäpschen nicht verzichten mochten.

    Aus dem Polizeibericht der Highway Police Mühlhausen:
    Etwas aufgeregt war eine Stuttgarterin unterwegs. Zeugenaussagen zufolge wäre sie auf einer sechsspurigen Autobahn wohl eher quer als längs gefahren. Die Autobahnpolizei rätselt noch heute, wie sie 50 Kilometer ohne Unfall hinter sich brachte. Die Frau hatte 3,53 Promille Alkohol im Blut - und ist damit Trägerin des blauen Bandes, verliehen an den Autofahrer mit dem höchsten Promillegehalt. Darunter lag mit 2,3 Promille ein Litauer, der Riesenslalom fuhr. Als er gestoppt werden konnte, fiel er aus dem Auto heraus. Der Mann, nicht mehr ansprechbar, wurde zur Dienststelle gebracht. Der Kollege Horn wollte dessen Auto von der Autobahn herunterfahren. Sekunden vergingen, bis er merkte, dass sich irgendwas Feuchtes unter ihm befand - der Sitz war uringetränkt.

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    Niederlage für Abstinenzler


    Erbitterung und Enttäuschung machte sich unter den Aktivisten einer gerade laufenden Anti-Alkohol-Kampagne breit, als sie die Geschichte des Iren Edward Foggarty vernahmen.

    Am Samstag, dem 27. August 1983, führte dieser nämlich seinen im Trinken erfahrenen Landsleuten vor, was ein richtiger Rausch ist. Als er aus dem Pub nach Hause wankte, war ihm der Weg zu weit. Er stieg zwecks Abkürzung über den Zaun des Flughafens in Dublin, wurde dann aber endgültig zu müde und schlief in einem Fracht-Container ein. Entdeckt wurde er, immer noch fest schlafend, auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Der Container war in eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Air Lingus geladen und nach London geflogen worden. Als er endlich wachgerüttelt wurde, klagte er nur über einen schweren Kopf. Ein Londoner Polizeisprecher sagte, Foggarty habe sich nichts zuschulden kommen lassen ein Ausweis ist bei Reisen zwischen Irland und Großbritannien nicht erforderlich. Also wurde der verkaterte Ire in eine andere Maschine gesetzt und nach Dublin zurückgeflogen.

    »Es ist zum Verrücktwerden«, sagte Ben Beckinridge, Sprecher der Anti -Alkoholkampagne, »die ganze Nation lacht über diesen Säufer, und unsere Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Alkohols wird überhaupt nicht mehr ernst genommen.«

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    Sorgenkind


    Nicht gerade kinderlieb zeigten sich die Herren auf einer Pressekonferenz in Hamburg anläßlich der Aktion Sorgenkind.

    Es sollte die neue Kampagne vorgestellt werden, und dazu hatte die Presseberaterin ein echtes, gesundes Kleinkind von ca. zwölf Monaten mitgebracht. Als sie nun ihre Rede begann, gab sie das Baby weiter an den ersten der Herren, in der Hoffnung, der würde sich darum kümmern. Das tat er auch nach altväterlicher Sitte: Er reichte das Baby dem nächsten weiter. Der nächste ebenso bis alle sechs Männer durch waren.

    Der letzte stand auf, nahm das Baby und verließ die Bühne. Kehrte nach zwei Minuten zurück und setzte sich wieder friedlich dazu. Er hatte das Kind an der Garderobe abgegeben.

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    Atomare Pleite


    Den gigantischsten Industrie-Vertrag der Wirtschaftsgeschichte schlossen die Bundesrepublik Deutschland und Brasilien am 27. 6. 75 in Bonn.

    Die deutsche Atomwirtschaft erhielt einen Auftrag im Wert von 50 Milliarden Mark. Brasilien sollte in den Kreis der Atommächte aufsteigen; die BRD wollte sich zu einem Nuklearexporteur ersten Ranges mausern.

    Der Vertrag sah vor: Die Lieferung von acht Leichtwasser-Reaktoren; Suche, Abbau und Nutzung der brasilianischen Uran-Vorräte; Lieferung einer Fabrik zur Uranaufbereitung; Lieferung einer Uran-Anreicherungsanlage; Lieferung einer Brennelemente-Fabrik; Lieferung einer Wiederaufbereitungsanlage. Aber: Die Amerikaner hatten etwas gegen das Geschäft, das bisher allein die Domäne der US-Nuklear-Industrie war. Die amerikanischen Banken legten den Brasilianern die wirtschaftlichen Daumenschrauben an; die US-Regierung setzte die Bundesregierung unter Druck; die deutschen AKW-Planer hatten sich bei der Standortwahl der Kernkraftwerke völlig vertan und wollten sie in absolut untaugliche Sumpfgebiete setzen. Die Folge: Der brasilianische Staat ist am Rande des Bankrotts; der deutsch-brasilianische Atomvertrag ist zusammengebrochen; ein paar unbezahlte Kraftwerks-Neubau-Ruinen stehen in unwegsamen brasilianischen Sümpfen herum; die Amerikaner bauen mittlerweile für die Brasilianer riesige Wasserkraftwerke; die deutschen Unterhändler für das größenwahnsinnige Projekt unter ihnen Hans-Dietrich Genscher saßen immer noch in Amt und Würden. Merke: Nur kleine Niederlagen werden nicht verziehen.

    Je gewaltiger die Niederlage, um so sicherer kannst du dich fühlen.

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    Die nutzloseste Neubauruine


    Die nutzloseste Neubauruine Europas steht in Zwentendorf, Österreich.

    Es handelt sich um ein Kernkraftwerk, das mit einem Aufwand von über 3 Mrd. DM errichtet wurde, aber niemals den Betrieb aufnahm. Die kluge österreichische Regierung nämlich hatte vergessen, daß die Verfassung der Republik die Möglichkeit des Volksentscheids über derart gravierende technische Neuerungen vorsieht. Als das AKW schon so gut wie fertig war, setzten Gegner der Atomenergie eine Volksbefragung durch. Die Österreicher ließen ihre voreilige Regierung per Mehrheitsvotum wissen, Kernkraft sei unerwünscht.

    Dem Staat blieb nichts anderes übrig, als seine gewaltige Fehlinvestition einzumotten.

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    Der erfolgloseste Angelwettbewerb


    Der erfolgloseste Angel-Wettbewerb fand 1972 in Kidderminster/England statt.

    200 Sanitäter versammelten sich am nahegelegenen Kanal und nahmen begeistert am fünfstündigen Wettangeln teil. Es gelang keinem, irgend etwas zu fangen. Wahrscheinlich säßen sie heute noch dort, hätte sie nicht ein Spaziergänger darauf aufmerksam gemacht, daß drei Wochen vorher alle Fische in andere Gewässer umgesetzt worden waren.

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    Die aufwendigste Arbeitsbeschaffung


    Die teuersten Arbeitsplätze der Welt schuf die amerikanische Behörde EDA (Verwaltungsbüro für wirtschaftliche Entwicklung) in Oakland bei San Francisco.

    Es ging darum, in dieser vorwiegend schwarzen Stadt für Minderheiten neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Nach fünf Jahren intensiver Tätigkeit zog die EDA folgende Bilanz: Man hatte 1,8 Millionen Dollar ausgegeben. Und, damit insgesamt 43 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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    Der miserabelste Arbeisschutz-Film


    Ein Film der British Aircraft Corporation, der für das Tragen von Schutzbrillen während der Arbeit in der Flugzeugfabrik in Preston werben sollte, erwies sich als völliger Flop.

    Er zeigte mögliche Verletzungen, Verbrennungen und Verstümmelungen in hyperrealistischen Großaufnahmen, die die Zuschauer dermaßen schockierten, daß sie reihenweise in Ohnmacht fielen oder von Übelsein überkommen aus dem Vorführraum stürzten.

    Die Firma zog daraufhin den Film zurück und zeigte im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne nurmehr Schemazeichnungen.

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    Eine archäologische Pleite


    Zu weit vorgewagt hatten sich im Sommer 1983 Wissenschaftler der Universität Tokio, als sie in einer Grotte auf der südjapanischen Insel Kyushu primitive Wandzeichnungen entdeckten.

    Die Bilder, die sie als Darstellungen von Jägern und Tieren interpretierten, wurden auf ein Alter von 13000 Jahren datiert. Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Forschungsergebnisse, denen zu entnehmen war, daß die Besiedlung Japans nach dieser Entdeckung in ein völlig neues Licht gerückt würde, meldete sich ein 32jähriger Mann, der angab, als Kind häufig in der Grotte gespielt zu haben. Er und seine Spielkameraden hätten häufig an den Wänden herumgekritzelt. Infrarotuntersuchungen ergaben, daß die Graffiti tatsächlich nicht älter als 20 Jahre waren.

    Gottlob ist der Brauch, sich nach großen Blamagen ins eigene Schwert zu stürzen, im modernen Japan nicht mehr Usus. Sonst wäre das Land Nippon um ein paar »fähige« Archäologen ärmer.

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    Aristotelische Irrtümer


    Die größten Irrtümer des Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) waren folgende:

    Lebewesen ohne Vorfahren würden durch Urzeugung entstehen (z. B. Maden aus faulem Fleisch, Insekten aus Schlamm). Schwere Gegenstände fielen schneller als leichte. Das Herz sei Sitz von Intelligenz (und nicht das Hirn).

    Ansonsten aber hatten seine Theorien fast 1800 Jahre Gültigkeit.

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    Nackter Hintern


    Die erfolgreichste Niederlage des Jahres 1983 konnte der 42jährige Maori Dun Te Ringa Mangu verbuchen.

    Er wurde von einem Gericht in Wellington (Neuseeland) zu einer Geldstrafe von umgerechnet 720 DM verurteilt, weil er vor dem britischen Thronfolger Prinz Charles und dessen Frau Diana das Baströckchen gehoben und seinen blanken Hintern präsentiert hatte. Dun protestierte auf diese Art gegen den Besuch der englischen Krone und gegen die Kanonenbootpolitik der Thatcher-Regierung. Ein Universitätsprofessor bestätigte in seinem Gerichtsgutachten:

    »Das Zeigen des nackten Gesäßes gilt bei den Maoris als höchste Form der Verspottung.« Der Maori mochte die Strafe gern zahlen, hatte ihm das Gericht doch zu weltweiter Publicity verholfen. »Jetzt haben's die Engländer wenigstens amtlich, wofür ich sie verarscht habe«, meinte er.

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    Der unglückseligste Schlangenmensch


    Übernornmen hatte sich Janos, der sensationelle Schlangenmensch, während einer Abendvorstellung des Zirkus Roberts im August 1978 in New York.

    Janos verknotete seine Gliedmaßen mit solch genialer Kunstfertigkeit, daß es ihm nicht mehr gelang, sie zu entwirren. Der Zirkusdirektion blieb nichts anderes übrig, als das Menschenbündel per Lieferwagen ins Hospital zu transportieren.

    Die Ärzte brauchten über eine Stunde, bis sie den Artistenleib entflochten und geordnet hatten. Sie schrieben Janos erst einmal krank und verordneten ihm eine Woche Bettruhe.

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    Die mißlungenste Aufbahrung


    Zwei Tage war der Bischof von Lesbos, Nicephorus Glycas, im März 1896 schon aufgebahrt.

    Die Gläubigen defilierten an seinem Sarg vorbei, und mehrere Würdenträger hielten die Totenwache. Plötzlich setzte sich der Bischof auf und herrschte die Anwesenden an: »Laßt doch das Gaffen sein!«

    Die mit großer Sorgfalt vorbereitete Beerdigung fand nicht statt.

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    Das meistgeklaute Auto


    Das meistgeklaute Auto in Amerika ist der Chevrolet Corvette.

    Wie das Highway Loss Data Institute in Washington 1981 bekanntgab, ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Corvette gestohlen wird, fast zwanzigmal so groß wie bei einem Durchschnitts-Auto.

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    Die schlechteste Autovermietung


    Die schlechteste Autovermietung der Welt wurde 1972 aus reinem Jux gegründet.

    Sie trug das Motto: »Miete dir ein Autowrack.« Der Spaßvogel David Schwarz aus Kalifornien erwarb mit wenig Geld einen Wagenpark von kaputten, schäbigen Autos, die eigentlich für den Schrottplatz bestimmt waren. Er freute sich auf seine ersten Kunden. Erstaunlicherweise freuten die sich auch auf ihn. Denn die Nachfrage nach seinen entsetzlichen Autos war und ist so groß, daß er heute 26 Filialen in ganz Amerika besitzt. »Inzwischen weiß ich, daß ich eine Marktlücke entdeckt habe«, sagt Schwarz, »denn Schrammen und Beulen spielen gar keine Rolle mehr.

    Wird ein Wagen später zurückgebracht, übersehen wir das auch. Und hat ein Wagen einen Unfall, drücken wir ein Auge zu.«

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    Das aufwendigste Auto zur unpassendsten Zeit


    Das erfolgloseste Auto, den Edsel, produzierte Ford 1957.

    Über die Hälfte der verkauften Modelle wiesen eindrucksvolle Mängel auf: nichtschließende Türen, nicht zu öffnende Motorhauben und Kofferraumdeckel; Batterien, die ausfielen; klemmende Hupen; abfallende Radmuttern; abblätternder Lack; Keilriemen, die ausleierten; versagende Bremsen und Druckknöpfe, die man selbst zu dritt nicht hätte drücken können. Der Edsel, einer der größten und aufwendigsten Wagen, die jemals gebaut wurden, kam zudem prompt in einer Zeit, in der die Nachfrage nach Kleinwagen stieg. »Time Magazine« formulierte es folgendermaßen:

    »Ein klassischer Fall des falschen Autos für den falschen Markt zur falschen Zeit.« Ein damaliger Verkaufsleiter erzählte, soweit er wisse, sei nur ein einziges Mal ein Edsel gestohlen worden.

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    Das fahruntauglichste Auto


    Das sinnloseste Auto der Welt steht auf dem Friedhof von Linden im US-Staat New Jersey.

    Es handelt sich um einen Mercedes 240 D, Baujahr 1982. Der New Yorker Millionär David Tse hat das Gefährt seinem Bruder Ray aufs Grab stellen lassen. Es wiegt 36 Tonnen und war von drei Steinmetzen aus Vermont in 17 Monaten aus Granit gehauen worden.

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    Die mißlungenste Enteisung


    An einem elend kalten Wintertag des Jahres 1982 versuchte der 34jährige Franz Bilchinger aus München, das festgefrorene Türschloß seines Opel Ascona aufzutauen, indem er heftig ins Schlüsselloch hauchte.

    Dabei kam er mit den Lippen an das tiefgekühlte Metall und hing augenblicklich fest. Vorübereilenden Passanten konnte er sich in seiner mißlichen Lage nicht verständlich machen. So mußte er eine gute Viertelstunde verharren, bis durch das ständige Aus- und Einatmen das Metall soweit erwärmt war, daß er sich wieder befreien konnte.

    »Ich kam mir saublöd vor in dieser gebückten Haltung vor all den Leuten«, sagte Bilchinger, nachdem er ambulant an seinen verkühlten Lippen behandelt worden war.

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    Saubere Ausrede


    Ein schottischer Verkehrspolizist wollte seinen Ohren nicht trauen.
    Nachdem er eine Frau wegen zu schnellen Fahrens gestoppt hatte, erklärte sie ihm: "Ich habe meinen Wagen gerade gewaschen und poliert, und das macht ihn schneller".

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    Vom Affen entkleidet


    Hose, Hemd und Unterzeug wurde ein französischer Tourist los, als er auf Borneo einem Orang-Utan begegnete.

    Der Besucher verhielt sich mucksmäuschenstill, als der Riesenaffe ihn entkleidete. Der Affe machte sich mit der Beute in den Dschungel davon, und der Franzose mußte sich von Touristen mit Kleidung aushelfen lassen.

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    Autodieb


    Im Ostseebad Grömitz stahl ein Autodieb einen roten Golf, Baujahr 1976.

    Schon nach wenigen Kilometern gab das Gefährt seinen Geist auf. Enttäuscht schrieb der Autoklauer einen Zettel und klemmte ihn hinter den Scheibenwischer: »Scheißauto. Hat keine fünfzehn Minuten gehalten.«

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    Schusseliger Autofahrer


    Ein Urlauber aus München hat auf der Rückreise nach Deutschland seine Frau an einer Autobahnraststätte bei Rom vergessen. Der Mann war an einem Freitag nach einem kurzen Aufenthalt in der Raststätte weitergefahren, ohne zu bemerken, dass seine auf dem Rücksitz schlafende Frau in der Zwischenzeit das Auto verlassen hatte. Erst nach knapp drei Stunden Fahrt hatte der Mann auf der Höhe von Florenz den Verlust bemerkt und ist zurückgefahren. Nach acht Stunden hätten die beiden ihre Heimreise dann gemeinsam fortsetzen können -

    in welcher Stimmung, ist nicht bekannt.






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